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Seit 1946Die Geschichte eines Hagener Familienbetriebs – vom zerstörten Nachkriegs-Hagen bis heute.
Schon 1942 wollte Erich Bartelheim, ein erfahrener Kaufmann der Reifenbranche, sich selbstständig machen. Dann kam der Krieg dazwischen – und 1945 verlor er seine linke Hand.
Trotzdem wagte er im zerstörten Hagen den Neuanfang. Am 6. Juni 1946 wurde ihm die Gewerbeerlaubnis erteilt. Aus Trümmern, mit Materialmangel und gegen alle Widerstände entstand der Betrieb, den die Familie bis heute führt.
Was als kleine Werkstatt begann, wurde über drei Generationen zu einem Stück Hagener Geschichte – mit Höhen, Rückschlägen und ganz viel Leidenschaft für den Reifen.
Anfangs lief der reine Reifenverkauf nur langsam. Also reparierte Erich Bartelheim, was zu reparieren war – Reifen, Schläuche, Schuhe – und fertigte sogar Gummiteile wie Seilrollen. Mit Partnern entstand eine BMW-Motorrad-Vertretung, später kamen Gebrauchtwagen und eine Mercedes-Vertretung dazu. Als sich der Reifenmarkt erholte, kehrte er ganz zum Reifenhandel zurück.
1958 zog der Betrieb an die Augustastraße – dorthin, wo Reifen Bartelheim bis heute zu finden ist. Ein Schwerpunkt jener Jahre: das Runderneuern von Reifen, in den 1960ern enorm gefragt. Damals fuhr man langsamer, und Spikes-Reifen waren auf 100 km/h begrenzt.
Anfang der 60er kamen schlauchlose Reifen und Michelins Stahlgürtel-Radialreifen auf den Markt – sie hielten dreimal länger als die alten Diagonalreifen. Die Nachfrage war so groß, dass Michelin teils monatelang nicht liefern konnte. Das Runderneuern dieser Stahlgürtelreifen war für kleine Betriebe kaum machbar – Ende der 60er konzentrierte sich Bartelheim daher ganz auf den Reifenhandel.
Mit dem Fall der Preisbindung 1974 mussten Händler plötzlich selbst kalkulieren. Erich Bartelheim spezialisierte sich auf „B.F. Goodrich" und wurde in den 70ern einer der größten Händler dieses Labels in ganz Deutschland – während viele Mitbewerber den Wandel nicht schafften.
Am 1. April 1982 übergab Erich mit 74 Jahren an seinen Sohn Rainer – der schon als Zwölfjähriger in den Ferien mitgearbeitet, eine Kaufmannslehre absolviert und Betriebswirtschaft studiert hatte. Rainer modernisierte konsequent: neue Maschinen, der Kauf des Betriebsgrundstücks an der Augustastraße 75, drei Montageboxen – und ab den 90ern das Internet als zweites Standbein.
Den „Reifen-Bazillus" erwischte Michael Bartelheim mit 13, als er bei der Vorbereitung der 50-Jahr-Feier 1996 half. „Gummi klebt", sagt man in der Branche. Nach technischer und kaufmännischer Ausbildung trat er am 1. Juli 2005 in den Betrieb ein und führt ihn seitdem gemeinsam mit seinem Vater Rainer.
Originale aus der Firmengeschichte – zum Vergrößern anklicken.






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